Henry Ripke - Architekten
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- Städtebau - Landschaftsarchitektur
- Ingenieurbauwerke - Fuß- und Radwegebrücke
- Stahlbetonbrücke
Brücke über den Landwehrkanal
Realisierungwettbewrb für den Neubau einer
Fuß- und Radwegbrücke über den Landwehrkanal
Vorgabe
Die Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal manifestiert die Verbindung des neuen Stadtquartiers um den Potsdamer Platz mit dem Entwicklungsgebiet auf dem Gleisparkgelände.

Untersicht

Berlin
2006



Stützweite in Brückenachse: 27,50 m
Lichte Weite in Brückenachse: 17,80 m
Nutzbreite: 3,50 m bzw. 2,70 m
Bauhöhe: 1,80 m
Gradiente: in Brückenmitte 10 cm überhöht
Ansicht
Ansicht
 
Detailschnitt
Detailschnitt
Entwurf
Aus den städtebaulichen Besonderheiten des Ortes und den Nutzungsanforderungen heraus entwickelte sich der Leitgedanken der „Freisitzes über dem Landwehrkanal“. Die Bücke erhält einen asymmetrischen Querschnitt mit einseitigem oben liegendem Tragwerk, der als Ruhe- und Sitzzone eine Sichtorientierung in die Umgebung vorgibt. Verbunden mit den Rampen entsteht ein u-förmiger Brückengrundriss, der sich wie ein Band über den Kanal legt.
Der Stahlbetonhohlkasten mit farbigem Inlay und der Randbalken der Rampen sowie die Unterbauten der Rampen sind in Weißbeton vorgesehen. Die Widerlager der ehemaligen Bahnbrücken mit gelber und roter Klinkerverkleidung werden restauriert und zur Wiederverwendung geringfügig an die geplante Konstruktion angepasst.
Die Neugestaltung der Fußgängerbrücke setzt ein individuelles Zeichen und fügt sich selbstverständlich in den Kontext der Stadt ein, ohne sich unterzuordnen.Eine besondere Nachtwirkung wird durch die Beleuchtungsbänder am Randträger und im Handlauf geschaffen und verleiht der Brücke einen speziellen Charakter.
Perpektive
Perspektive
Die landschaftsarchitektonischen Eingriffe im Wettbewerbsgebiet beschränken sich auf die Anpassung der neuen Brückensituation sowie der Wiederherstellung und Sanierung der historischen Uferbefestigung. Die Fuß- und Radwege werden mit Bernburger Pflaster ausgefüht und erhalten als Uferabschluß ihr historisches Geländer, die durchgängige Straßenbaumbepflanzung entlang des Schöneberger Ufers wird ergänzt. Im Bereich der Brücke jedoch unterbrochen, um die Sichtachse zwischen Tilla-Durieux-Park und Park auf dem Gleisdreieck nicht zu stören und die Brücke als verbindendes Element zu unterstützen.