Henry Ripke - Architekten
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Humboldtbrücke
Realisierungwettbewerb für die
Neugestaltung der Humboldtbrücke, 2. Preis
Schwerpunkte
- Städtebau - Landschaftarchitektur - Umbau Bestand
Vorgabe
Die Städtebauliche Situation, in der sich die Humboldtbrücke befindet, ist geprägt durch den Übergang der Stadt in die offene Landschaft.
Das urbane Gefüge von Potsdam–Stadt auf dem Westufer verbindet die Humboldtbrücke mit dem Landschaftspark Babelsberg auf der Ostseite.
Die bestehende Brückenkonstruktion wird saniert und das Erscheinungsbild ist neu zu entwickeln.
Potsdam
2005
Blick auf die Humboldtbrücke
Blick auf die Humboldtbrücke
Das Band drückt sich neben der Grundform der vorhandenen Konstruktion hauptsächlich im Überbau aus. Es erstreckt sich über die gesamte Brücke und wird an den Enden „aufgestellt“, um den Anfangs bzw. Endpunkt zu markieren.

Die Elemente, die sich zu diesem Band fügen sind:
- die Leuchtenpaare als Brückenauftakt
- das Auftaktgeländer
- das Geländer mit Informationsband
- die Gesimskappe
Blick auf die Humboldtbrücke bei Nacht
Blick auf die Humboldtbrücke bei Nacht
Entwurf
Die Neugestaltung der Brücke setzt ein individuelles Zeichen mit hoher Signetwirkung, ohne durch übertriebene konstruktive Gesten den Kontext der Stadt zu stören. Sie fügt sich ein, ohne sich unterzuordnen.
Die Brücke wird als Band interpretiert und übernimmt die repräsentative Funktion der Verbindung. Sie verknüpft sicht- und erfahrbar die beiden Ufer miteinander und wird in ihrer Zeichenhaftigkeit mit Potsdam verbunden werden. Dieses Band, bestehend aus „städtischem“ und „landschaftlichem“ Auftakt in Form jeweils eines skulpturhaften Leuchtenpaars verbunden durch das Geländerband, betont die Linearität der Brücke und fügt sie unauffällig in die Umgebung ein.
Wichtige Sichtachsen werden nicht gestört, der Fluss der Landschaft nicht unterbrochen.
Blick vom Flatowturm auf die Humboldtbrücke
Blick vom Flatowturm auf die Humboldtbrücke
Die Attraktion bleibt der Landschaftraum mit seinen bewussten baulichen Setzungen, die das historische Ensemble definieren.
Über die Gestaltung des Bandes als Informationband in der Mitte der Brücke kann der Nutzer der Brücke direkt Fakten und Anregungen zu Potsdam erhalten. Hier wären einfache Silhouettenprofile aus Metall, aber auch komplexe Anzeigesysteme wie Flatscreens in das Geländerband integriert denkbar, die Informationen zu Sichtachsen, Gebäuden und Geschichte darstellen können.
Die Brückenmitte erhält eine besondere Attraktion, die den Nutzer zum Verweilen einlädt.
Geländersdetail
Geländersdetail
Ansicht Ansicht
Ansicht
Lageplan
Lageplan