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Berlin - Dahlem
2000 - 2001
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Grundstückfläche: ca.4500m² |
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Entwurf
Die Villa wurde nach einem Entwurf von O. Bartning im Jahre
1914-15 fertiggestellt und hat eine bewegte Geschichte erfahren.
Der Entwurf von O. Bartning zeichnet sich durch eine sehr frühe,
auf die Moderne verweisende Entwurfshaltung aus. Die Einflüsse
des Englischen Landhauses, wie sie H. Muthesius nach Deutschland gebracht
hat, sind deutlich zu spüren.
Die eigenwillige Positionierung des Hauses aus der Bauflucht der benachbarten
Häuser heraus in die Nord-Ost-Ecke des Grundstückes resultierte
aus der Intension, einen Englischen Landschaftsgarten mit Anklängen
an Sissinghurst Castle zu verwirklichen.
Aus den Wohnräumen ergibt sich durch diesen Kniff ein weiter
Blick in den parkartigen Garten. |
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Vorgabe
Modernisierung und Restaurierung einer denkmalgeschützten
Villa auf einem parkähnlichen, ebenfalls denkmalgeschützten
Grundstück zur Residenz des Marokkanischen Botschafters. Hinzufügen
kleinerer nutzungsbedingter Ergänzungsbauten an der Straßenfront
und dem rückwärtigen Gebäude sowie Wiederherstellung
des Swimmingpools.
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| Eingang |
Der
Grundriss der Villa folgt weitgehend den Idealen der Landhausbewegung
mit klaren Raumdefinitionen in überschaubaren Dimensionen,
die keinen Wert auf Repräsentation legen. Zurückgezogenheit
und Komfort sowie der Bezug zur Natur stehen im Vordergrund. Lediglich
eine kleine Eingangshalle mit einer einladend gestalteten Treppe
kommt repräsentativen Bedürfnissen nach. Der technische
Ausstattungsstandard war zukunftsweisend.
Der Gebäudekubus ist auf zwei klar ablesbare Volumen, die sich
verschneiden, reduziert. Ein einfaches Satteldach bedeckt das Gebäude.
Es wird auf der Rückseite weit heruntergezogen und bildet zusammen
mit den kräftigen Schornsteinen ein malerisches Motiv. Auch
in der Detailausbildung halten sich technisch innovative Lösungen
und dem Landhausstil verpflichtete Elemente die Waage. Der einfache,
grobe Reibeputz aus Kalkzement und das Dach aus grauen Biberschwänzen
kontrastieren zu den Fenstergewänden aus Beton mit (englischen,
doppelt verglasten) Stahlfenstern. 1927 bekam das Haus einen eingeschossigen
Anbau, der den Gartensaal aufnimmt und die gestiegenen Repräsentations
bedürfnisse widerspiegelt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die
Villa von General Clay genutzt und nach der Rückgabe an die
Eigentümer im Innern unwesentlich umgebaut. |
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